Warnung vor nicht amtlichen Schreiben: Register der Deutschen Marken

Unternehmen bieten – teilweise unter behördenähnlichen Bezeichnungen – eine kostenpflichtige Veröffentlichung oder Eintragung in nichtamtliche Register an.

Die Angebote, Zahlungsaufforderungen oder Rechnungen dieser Unternehmen wecken teilweise den Anschein amtlicher Formulare.

Sie stehen jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Deutschen Patent- und Markenamt, dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum oder der World Intellectual Property Organization.

Die Angebote, Zahlungsaufforderungen oder Rechnungen berühren nicht Ihre Markenanmeldung und haben keinen Einfluss auf den Bestand Ihrer Marke.

Ungewöhnlich offen geht man damit beim Register der Deutschen Marken um: „Die Registrierung der Marke beim Register der Deutschen Marken sowie die Zahlung in Höhe von 770,00 EUR, die für das Entstehen und Bestehen des rechtlichen Schutzes der Marke und für sonstige Rechtsfolgen im Deutschen Patent- und Markenamt irrelevant ist, kann spätestens bis zum 10.05.2017 per SEPA-Überweisung auf folgendes Bankkonto erfolgen.

20 Kommentare zu “Warnung vor nicht amtlichen Schreiben: Register der Deutschen Marken

  1. Heute haben wir 2 solcher Schreiben bekommen. Ich habe es sofort als SPAM eingeordnet und bin enttäuscht, dass man diesen Leuten nicht das Handwerk legen kann, oder besser gleich Handschellen anlegen kann.
    Gestern wurden unsere Marken beim DPMA in München eingetragen und einen Tag später kommt schon so ein Schreiben. Die IBAN ist auf einer Polnischen Bank registriert. Das sollte sich doch für die Polizeiermittlungen zurückverfolgen lassen, wer die Hintermänner sind. ich werde morgen die Deutsche Polizei einschalten. Vielleicht kann man ja doch international etwas arrangieren.

  2. Ich sehe in der Warnung oben die IBAN PL75 1240 6133 1978 0010 7322 7398, (Bank Polska Kasa Opieki SA, 04-301 Warszawa) dieses Schreiben ist etwa 3 Wochen älter als unsere beiden.
    Jetzt gibt es schon wieder eine neue IBAN ebenfalls in Polen mit der Nr.
    IBAN PL89 1020 2892 0000 5002 0634 1392 (Powszechna Kasa Oszczędności Bank Polski SA, 30-942 Kraków) die Leute wechseln die Banken wie Andere ihre Unterwäsche. Die Banken müssen doch die Inhaber an evtl. Fahnder melden. Schade ist unser System, dass bei so viel Digitalisierung keine Zusammenarbeit stattfindet.

  3. Die Jungs wechseln ihre Bankverbindung offenbar noch weitaus häufiger als andere Menschen ihre Unterwäsche. Mir ist gestern ebenfalls ein Schreiben ins Haus geflattert, mit dem man bei mir EUR 936,00 abzugreifen versucht – und das, wohlgemerkt, noch bevor die von mir angemeldete Marke überhaupt vom DPMA eingetragen worden ist. Es ist in der Tat bedauerlich, dass es vielen Banken offenbar einerlei ist, mit welch halbseidenen Geschäften gewisse Kunden von ihnen Geld … nein, von „vedienen“ möchte ich hier nicht sprechen. Offenbar handelt es sich bei dem Verein nicht einmal um einen Einzelfall, denn das DPMA warnt vor Dutzenden anderer Absender, die mit ähnlichen Schreiben versuchen, ohne erkennbare Gegenleistung an das Geld anderer Leute zu gelangen und so ordentlich Kasse zu machen. Meinem kurz telefonisch kontaktierten Anwalt war das Thema ebenfalls nicht neu, der hatte in den vergangenen Tagen und im Zuge diverser Markenanmeldungen offenbar bereits diverse einschlägige Anfragen von Klienten erhalten. Und so gilt auch weiterhon: Holzauge, sei wachsam.

  4. Meiner Meinung nach sollte sich unsere Politik darum kümmern, dass diese Firmen durch unsere Polizei ( Deutschland und auch EU ) aufgegriffen werden und dingfest gemacht werden.
    Die Überweisungen der Zahlungen, von manchen reingelegten Personen, gehen ja auf ein Bankkonto – in meinem Fall hätte ich die Überweisung auf ein polnisches Konto überweisen müssen und die IBAN ist ja dann bekannt.
    Hier könnte dann in Zusammenarbeit mit der Polnischen Polizei sofort ein Zugriff erfolgen, sobald die Täter das Geld abholen. Hier sollten auch die Banken Ihren Teil dazu beitragen, wenn Sie wissen, das Geld wird abgeholt ( ist ja keine kleine Menge ) dann sollte die Polizei schon vor Ort sein. Die Konten müßten so gestrickt sein, dass kein Geld ausserhalb der Eu überwiesen werden kann.
    Na ja, Betrüger haben in Europa mehr Wert als anständige Bürger.

    Ist so.

    Grüße Jupp

  5. Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir haben heute auch 7 Briefe mit Zahlungsaufforderungen von schutzmarke.org erhalten, wo auf den ersten Blick suggeriert wird, das es sich um ein Schreiben von DPMA handelt. Es wurden unsere Wortbild- und Wortmarken aufgeführt welche wir bei DPMA geschützt haben.

  6. Die scheinen auch bei den Beträge immer dreister zu werden. Eine Forderung beläuft sich auf 1492,00€ und die zweite auf lächerliche 4172,00€.

    Ich werde damit Anzeige erstatten.

    Ich kann nur hoffen, dass genügen Leute gewarnt werden.

    Gruß
    Otto

  7. Ich habe heute ebenfalls ein Schreiben vom Register der deutschen Marken mit einer Zahlungsaufforderung von 1492€ erhalten. Ich habe mir daraufhin die Webseite deutsche-marken.org und muss sagen dass diese schon sehr gut überlegt und meiner Meinung nach kaum angreifbar ist.

    Das Register existiert, ist einsehbar und durchsuchbar. Sogar der Hinweis, dass dieser Eintrag keinerlei Relevanz in Bezug auf DPMA hat ist im Schreiben enthalten. Ich fürchte, dass den Machern dieser Schreiben rechtlich kaum beizukommen ist.

  8. Habe heute ein solches Schreiben auch erhalten. Ich frage mich, was das DPMA gedenkt zu tun, um sein Datenschutzproblem in den Griff zu bekommen… DAS ist für mich die viel dringlichere Frage. Hätten sie ihre Systeme sicher, gäbe es diese Schreiben von ganz alleine nicht.

  9. Unterschied zwischen Pole und Arzt ? Der Pole weiß was dir fehlt…:)

    heute auch … IBAN ….PL———–lol …dankeschön für den Artikel…

  10. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.
    Es ist so, dass das Deutsche Patent- und Markenamt gegen Entgelt Zugang auf diese Daten verschafft. Diese Daten sind also nicht geheim, sondern können professionell massenhaft ausgelesen werden. Entsprechend verschafft sich auch diese Mafia Zugang zu diesen Daten.
    Es gibt also kein Datenschutzproblem beim DPMA, sondern das Leak ist ganz offiziell. Deshalb muss man auch so vorsichtig sein.

    Karsten Prehm
    Rechtsanwalt

  11. Hallo,
    Ihr glaubt es nicht.
    Am 20.12.2017 habe ich ein Schreiben bekommen, auch von schutzmarke.org,
    mit IBAN Polen und einer Gebühr von 7450 Euro.
    Ja, was macht man da?!
    Ralph

  12. Danke für die Hinweise!! Habe ebenso eine Zahlungsaufforderung über 791.- Euro erhalten mit polnische IBAN und Münchner Adresse Prinzregentenstr 54. Dies ist wohl eine kriminelle Abzocke!

    HS

  13. Ich war ja gewarnt worden, durch die IHK. Nach einem kurzen Schreck viel mir zum Glück diese Warnung wieder ein.
    Von mir wollte die schutzmarke.org, also das tolle „Register der Deutschen Marken“ gleich 1.236,- € für eine Markenregistrierung.
    Gute Seite, vielen Danke!

  14. Meine Markenanmeldung ist noch nicht mal durch und ich bekomme schon einen Brief von diesen Betrügern…

    Die wollen mit vorschlagen meine Marke für 10 Jahre in ihrem privaten Register eintragen zu lassen, für nur 1236€. Guter Witz.

  15. Wir haben heute auch ein Schreiben von „Register der Deutschen Marken“ erhalten…mit der Anschrift „Prinzregentenstraße 54, 80538 München“. Für 16 eingetragene Klassen sollen wir insgesamt 4.768,00 € bezahlen…natürlich an eine polnische IBAN. Ich hoffe nur, dass es bei dieser „Betrugsmasche“ nicht ganz so viele Opfer gibt.

  16. Wir haben heute auch eine Zahlung dieser Betrüger Firma in Höhe von 5238,00 Euro bekommen !!!! VORSICHT !!! NICHT BEZAHLEN !!!! BETRUG !!!!

  17. Register der Deutschen Marken – Wir habe heute auch ein Brief erhalten mit den Angaben 1236,00 EURO auf eine IBAN: PL621320153741023……….1 zu überweisen. Die SAPA-ÜBERWEISUNG soll dann nach Polen!?!
    Das kann doch nur ein Betrugsversuch sein. Vorsicht!!!

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