Firmennamen erfinden

Wie Sie einen Firmennamen erfinden können

Einen Firmennamen zu erfinden ist keine leichte Angelegenheit und dennoch so wichtig. Denn auf einem Firmennamen baut Ihr ganzes Unternehmen auf. Mit dem Firmennamen assoziieren Ihre Kunden die Werte und Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens. Ein einzigartiger Firmenname hebt sie aus der Masse heraus und verschafft Ihrem Unternehmen Identität. Und nur mit einem Firmennamen, der wiedererkannt wird, können Sie erfolgreich werben. Und ist Ihr Unternehmen erst einige Jahre am Markt und hat sich eine entsprechende Markposition erarbeitet, gewinnt der Firmenname noch weiter an Wert. Denn inzwischen ist dieser die Grundlage für sämtliche Repräsentationsmaßnahmen und Werbematerialien. Ein Wechsel des Firmennamens würde nicht nur eine komplette Neuanschaffung dieser Materialien und Maßnahmen bedeuten und somit großen finanziellen Verlust, sondern auch die Assoziation mit Ihrem Unternehmen lange Zeit schwierig machen. Um das zu vermeiden, sollte das „Firmennamen erfinden“ äußerst sorgsam durchgeführt und das Ergebnis anschließend vor allem in sämtliche Richtungen hin überprüft werden.

Eine dieser Prüfungen, denen ein effektiver Firmenname stand halten sollte, ist die Schutzfähigkeitsprüfung des Markenrechts. Denn nur, wenn Ihr Firmenname unter dem Schutz des Markenrechts steht, können Sie darauf bauen, diesen Namen auch für den Rest der Lebenszeit Ihres Unternehmens zu behalten und sich Alleinstellung zu erarbeiten. Hieran ist also beim Firmennamen-erfinden unbedingt zu achten.

Einen guten Firmennamen zu erfinden ist gar nicht so leicht

Firmennamen erfinden, die unter den Schutz des Markenrechts fallen

Um Firmennamen erfinden zu können, die markenrechtlich schützbar sind, ist es sinnvoll, die Maßstäbe zu kennen, nach denen hier beurteilt wird.

Demnach sollten Sie nur Firmennamen erfinden, die schutzfähig, anderen Unternehmen gegenüber unterscheidungskräftig genug sind und nicht allein beschreibenden Charakter haben, welcher der allgemeinen Nutzung vorbehalten ist. Außerdem sollten Sie solche Firmennamen erfinden, die nicht in die Irre führen, also in eine Richtung, die mit Ihrem Unternehmen nichts zu tun hat. Weiterhin sollten Sie nur Firmennamen erfinden, die keine Hoheitszeichen enthalten (gilt besonders für Wort-Bild-Marken, die durch ein Signet oder ein Logo komplettiert sind) und nicht gegen die öffentliche Ordnung bzw. die guten Sitten verstoßen. Wenn Sie beim Firmennamen-erfinden auf diese Dinge achten, können Sie den erdachten Firmennamen anschließend auch mit großer Wahrscheinlichkeit als Marke anmelden und ihn somit schützen. Und wenn Sie beim Firmennamen-erfinden bereits an diese Kriterien denken, sparen Sie sich später viel Arbeit.

Firmennamen erfinden: Mögliche Herangehensweisen

Sie wissen nun, auf welche Kriterien Sie beim Firmennamen-erfinden in Hinsicht auf den Markenschutz achten müssen. Damit sind Sie allerdings in puncto Firmennamen-erfinden noch keinen Schritt weiter. Wer sich zum Firmennamen-erfinden hinsetzt, um seinem Gehirn einen möglichst schlauen und kreativen Namen zu entlocken, stellt meist sehr schnell fest, dass sich außer alten Bekannten keine Geistesblitze einstellen wollen. Meist liegt das daran, dass Sie Ihrem Gehirn keine Anhaltspunkte liefern, anhand deren es sich herantasten kann. Das Konzept „Firmennamen erfinden“ ist viel zu abstrakt, um so aus dem Stand gelöst zu werden. Darum benötigen Sie Etappenziele, die zu den gewünschten Assoziationen führen. Hier einige Vorschläge:

  1. Der eigene Name
    Eine ganz typische und offensichtlich sehr beliebte Strategie zum Firmennamen-erfinden ist die Integration des eigenen Namens in den Firmennamen. Sagen wir es einmal so: zumindest geht in diesem Fall der Firmennamen-erfinden-Prozess sehr schnell. Markenrechtlich wasserdicht ist das Ergebnis des Firmennamen-erfindens außerdem. Doch für viele Unternehmen ist ein solcher Firmenname einfach nicht passend. Die Verwendung des Namens macht nur in Bereichen Sinn, in denen Vertrauen und Diskretion eine große Rolle spielen. Zum Beispiel bei Ärzten und Anwälten. Hier sagt der Name im Firmennamen: „Ich stehe mit meinem Namen für das, was ich tue.“ Der Babynahrungshersteller „Hipp“ verkauft mit dieser Strategie zum Beispiel erfolgreich seine Produkte. Aber für die meisten anderen Unternehmen ist der eigene Name schlicht entweder zu langweilig oder sogar unpassend, wenn er in eine falsche oder lächerliche Richtung führt. So sollte man mit dem Nachnamen „Rost“ nicht unbedingt ein Autohaus betiteln oder mit „Fleischer“ eine Bäckerei. Diese Strategie ist beim Firmennamen-erfinden also mit Vorsicht zu genießen.
  2. Fremde Sprache
    Wer zum Firmennamen-erfinden nicht nur seinen Namen sondern auch gleich die Sprache wechseln möchte ist gut beraten – wenn die Sprache zum Unternehmen beziehungsweise zum Produkt passt. Wer Temperament verkaufen möchte, könnte zum Beispiel Spanisch verwenden. Etwas Feines, Genussvolles kann sich im Französischen widerspiegeln und Tradition und klassischer Schick im Englischen. Für diese Strategie des Firmennamen-erfindens überlegen Sie einfach, in welchem Land Ihr Produkt beheimatet sein könnte und welche Gemeinsamkeiten es mit den Lebensarten verschiedener Länder hat. Wessen Unternehmen durchaus etwas Witz und Regionalität vertragen kann, darf sich beim Firmennamen-erfinden auch in den Dialekten der eigenen Sprache umsehen.
  3. Neue Welten
    Besonders kreativ sind Fantasienamen. Doch wer einen Firmennamen erfinden will allein aus seiner Fantasie heraus, der benötigt hiervon eine Menge, denn einfach ist diese Strategie des Firmennamen-erfindens nicht. Doch wer sie beherrscht, erschafft sicherlich etwas absolut Einzigartiges. Anregungen können Sie sich vor allem in der Literatur holen – natürlich besonders in der Fantasy Literatur. Denken Sie an all die Wortneuschöpfungen in „Herr der Ringe“ oder „Die Chroniken von Narnia“. Hier waren kreative Namenerfinder am Werk.
  4. Vergangene Welten
    Latein ist eine tote Sprache, heißt es oft. Aber gerade sehr alte Sprachen vermitteln die Assoziation von Tradition, altem Wissen und Fachwissen. Da auch viele Fachsprachen auf Latein und Griechisch aufbauen, ist es nur eine logische Konsequenz, das Firmennamen-erfinden für derlei Branchen auf schon lange Vergangenem zu gründen.
  5. Aus alt mach neu
    Eine schöne Strategie beim Firmennamen-erfinden ist folgende: Zerlegen Sie Wörter und Satzelemente in ihre Einzelteile (zum Beispiel Silben, Laute, Buchstaben, Wortfragmente) und setzen Sie diese neu zusammen. So können Sie einen Firmennamen erfinden, der mehrere Aspekte Ihres Unternehmens in sich vereinen kann. Daraus ergeben sich dann gleich auch Anhaltspunkte für einen Slogan.
  6. Ideen sammeln
    Wer Firmennamen erfinden will, muss ja nicht immer allein arbeiten. Bitten Sie doch alle Familienmitglieder, Freunde und Bekannte Ihnen zwei, drei Ideen zu übermitteln. Schon haben Sie einen Haufen Assoziationen zum Firmennamen-erfinden, mit denen Sie weiterarbeiten können. Möglicherweise ist der richtige Firmenname ja auch schon dabei.